Nervige Funktionen auf Webseiten

  • Automatisch los spielende Videos und Klänge – Wenn man mehrere Tabs gleichzeitig öffnet, wird das Finden des Übeltäters ein lustiges Rate-Spiel – neuerdings zeigen die meisten Browser in der Tabübersicht ein kleines Lautsprechersymbol bei dem Tab an, in dem gerade Ton läuft.
  • aufdringliche Werbung (Pop-Ups, Animationen, Videos);
    Normale Werbe-Grafiken sind wirklich okay!
  • mitscrollende Objekte (irgendwelche Seitentitel, Navigation, Like-Buttons oder Artikelvorschläge), die durch ihren Platzverbrauch schon am Desktop-PC nerven und auf einem kleinen Handy-Display erst recht (vor allem wenn man zoomt und dann die Hälfte des Displays von einem Menü bedeckt wird)!
  • Mehrere MB große Bilder, die per width und height-Attribut im HTML oder per CSS auf eine Größe gebracht werden, bei der das Bild höchstens ein paar hundert KiloByte groß sein dürfte; So macht das Surfen mit einer langsamen Internetverbindung richtig Spaß! </Ironie>
  • Webseiten, die vor dem Anzeigen des eigentlichen Inhalts erst einmal auf ihre Super-duper App hinweisen. Die hätten sie auch gerne auf herkömmliche Art und Weise auf ihrer Webseite verlinken können.
  • Webseiten, die abfragen, ob man auf der mobilen Seite bleiben möchte oder zur „Desktop“-Ansicht wechseln möchte — auch hier hätte ein ganz normaler Link genügt.
    Oder anders herum: Die (auf dem Handy) erst die Desktop-Seite laden und dann fragen, ob ich nicht doch die mobile Version haben möchte – danke für die Vergeudung meines Datenvolumens! Generell sollte es eigentlich keine m.-Seiten mehr geben, also beispielsweise de.m.wikipedia.org/wiki/Scribus statt nur de.wikipedia.org/wiki/Scribus, denn wenn man Links auf diese Seiten weitergibt oder – noch besser – die Chronik des Mobilgeräts mit der des Desktops synchronisiert, landet der Linkempfänger oder man selbst als Desktopnutzer auf einer Mobilseite!
  • Webseiten, die massiv Flash einsetzen und manchmal ohne Flash gar nicht zu betrachten sind; im Zeitalter der Flash-losen Smartphones ist das ein No-Go!
    Zumindest ein HTML5-Mediaplayer gehört heute zum guten Ton!
  • Webseiten, die Eingabemasken mit dem autofocus-Attribut versehen:
    <input type="text" autofocus>
    Dies kann in ganz bestimmten Fällen zwar praktisch sein, nervt jedoch beispielsweise auf Startseiten ganz gewaltig (Nicht alle Nutzer wollen sofort die Suchfunktion benutzen), da die Navigation mittels der Rückschritt-Lösch-Taste (Backspace-Taste) und den Pfeiltasten nicht mehr funktioniert (man muss vorher ins Leere klicken) und auf Tablets und Smartphones die Bildschirmtastatur eingeblendet wird.
  • Webseiten, die ohne JavaScript gar nicht funktionieren. (Mit verminderter Funktionalität kann man hingegen gut leben!)
  • Seiten mit Formularen, die nach dem Absenden des Formulars eine Fehlermeldung (beispielsweise wegen fehlerhafter Eingaben) ausgeben und dann die Eingaben nicht zwischenspeichern, sodass der Nutzer alles noch einmal eingeben darf.
  • (meist) Foren, die es nicht angemeldeten Nutzern nicht erlauben, sich hochgeladene Bilder anzusehen – wahlweise haben die Betreiber dann eine Karteileiche mehr in der Datenbank oder aus Gründen der Zeitersparnis eben doch nicht (wobei bei mir meist letzteres der Fall ist!)
  • Einige Webauftritte löschen ältere Inhalte anscheinend in regelmäßigen Abständen, Bundesbehörden sind mir hier besonders negativ aufgefallen, dabei werden diese häufig bei Wikipedia als Quelle genannt
  • Diese dämlichen Cookie-Hinweise, die uns von der EU verordnet wurden (wobei sich selbst Juristen nicht sicher sind, ob das Deutschland überhaupt gilt) – wenn ich keine Cookies haben möchte, stelle ich das in meinem Browser so ein! Sowas passiert, wenn Politiker über Dinge bestimmen, von denen sie nicht eine Spur Ahnung haben (ich sage nur „STOP-Schilder im Internet“). Demnächst könnten die vielleicht sogar noch auf die Idee kommen, dass der Nutzer gefragt werden muss, ob er die Bilder auf der Seite sehen möchte – er könnte ja dadurch wahlweise angeekelt, verstört oder nachhaltig psychisch beeinträchtigt werden</ironie>
  • Websites, die so viel Müll (unnütz große Grafiken, rechenintensive Skripte oder Werbung) nachladen, dass jeder halbwegs moderne Rechner einfriert
  • Websites, die (bzw. deren Entwickler) meinen, einen nach einiger Zeit auf die Startseite weiterzuleiten und dort ein Fenster zu öffnen, dass man eine Zeit inaktiv war und nun zum Artikel zurückkehren oder wahlweise zur Startseite gehen könne – was ich wann lese, ist meine Sache – und übrigens auch, was ich mit meinem (mobilen) Datenvolumen anstelle!
    Ein anderer Fall sind Popups oder aktualisierte Titel-Texte, die mich darauf hinweisen wollen, dass es wieder neue Artikel gibt. Auf der Startseite würde ich zumindest das Aktualisieren der Titel-Texte tolerieren.
  • Websites, die den Nutzer bevormunden, beispielsweise den Rechtsklick verbieten (reales Beispiel), damit man auch jaaa nichts kopieren kann, oder sinnlos den Mauscursor auf dieser Seite austauschen (es gibt natürlich auch sinnvolle Anwendungen, z.B. um (parallel zu anderen Methoden natürlich!) zu signalisieren, dass eine bestimmte Aktion nicht ausgeführt werden darf).
  • Websites, die nur ihren Namen in das title-Element packen, was super praktisch ist, wenn ich mehrere Seiten dieser Präsenz gleichzeitig geöffnet habe und dann raten darf, in welchem Tab nun welche Seite zu finden ist…

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