Fakten zum Raspberry Pi 3B und Zero

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Nein, ich gebe hier nicht zum x-ten Mal die Ankündigung der Raspberry Pi Foundation zur neuen Generation des Einplatinencomputers wieder ;-), sondern trage hier ein paar neue Funktionen und Fakten zusammen, die bisher nicht wirklich in den deutschsprachigen Medien thematisiert wurden.

1. Boot von USB-Medien und aus dem Netzwerk

Laut diesem Interview des MagPi Magazins mit Eben Upton, dem Gründer der Raspberry Pi Foundation, wurde die Unterstützung für den Boot von USB-Medien und per PXE aus dem Netzwerk ins Boot-ROM integriert, anscheinend ist der Software-Support allerdings noch nicht komplett.

Zumindest bei einem kurzer Test mit einer microSD-Karte in einem USB-Kartenleser an meinem RPi3 bootete dieser nicht vom USB-Medium.

2. Lötpads für einen Antennenanschluss

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Laut dem Magazin Make gibt es auf der Unterseite der Platine neben dem microSD-Card-Slot Lötpads für eine U.FL-Buchse zum Anschluss einer externen Antenne.

3. FM-Radio im Bluetooth- und WLAN-Chip

Im gleichen Make-Artikel wird erwähnt, dass der Bluetooth- und WLAN-Chip von Broadcom auch einen FM-Empfänger besitzt, vielleicht lässt sich ja mit dieser Funktionalität etwas anstellen 😉

4. Stromversorgung und Gehäuse

Selbst wenn ein 2,5A-Netzteil empfohlen wird, funktionierte bei mir auch ein 2,1A-Netzteil, natürlich kann man dann die maximale Belastbarkeit der USB-Ports nicht ausnutzen.

Alle Gehäuse, in die auch der RPi A+, B+ sowie 2 B+ passt, sollten auch für den neuen RPi passen – es sei denn, es ist ein Gehäuse mit Lichtwellenleitern zu den beiden Status-LEDs, diese sind nämlich von ihrem alten Ort neben der GPIO-Leiste neben die microUSB-Buchse gewandert.

Halb-Off-Topic:
Produktion des Raspberry Pi Zero hochgefahren

Der Raspberry Pi Zero wurde zwar schon Ende November letzten Jahres vorgestellt, ist aber bisher nicht in größeren Stückzahlen verfügbar, dementsprechend hoch sind auch die „Schwarzmarkt“-Preise. Laut MagPi soll sich dies jetzt ändern: Die Produktion wurde hochgefahren, Eben Upton geht davon aus, dass man 50.000 Stück pro Monat produzieren könne.
Das könnte aber trotzdem nicht den Bedarf decken, denn wenn man zugrunde legt, dass in den ersten drei Jahren 5 Millionen Pis verkauft wurden, sind dies etwa 138.000 pro Monat, was in Relation zu 50.000 viel ist.
Natürlich gibt es noch die anderen Modelle neben dem Zero, aber meiner Meinung nach kommt ihm eine Sonderrolle zu: Er kostet wesentlich weniger als die anderen Modell (die Hemmschwelle, mehrere zu kaufen ist gering) und ist sehr kompakt, stromsparend und nicht zu guter letzt kompatibel zu den großen RPis.

Es bleibt spannend!

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