Speedport an Nicht-Telekom VDSL, Speedphone an FritzBox und die Liste sicherer E-Mail-Server

Als ich von der Telekom und ADSL mit „bis zu“ 16 MBit/s down und 2,4 MBit/s im Upload zur EWE und VDSL (Vectoring mit 100 MBit/s down und 40 MBit/s up) gewechselt bin, habe ich auch gleich die Modem/Router/WLAN-Accespoint-Kombination (im Folgenden als „Router“ bezeichnet) von einem Speedport W724V Typ B auf eine AVM Fritz!Box 7490 gewechselt, weil es hieß, dass die Telekom-Technik eventuell nicht laufen würde. Ich habe es letztens ausprobiert und den Speedport mit angepasster Konfiguration (unter „Internet“ einfach „anderer Anbieter“ auswählen) am EWE-Anschluss ausprobiert. Und siehe da – es funktioniert. Nach einer Stunde Betrieb habe ich dann doch wieder die Fritz!Box angeschlossen, weil die einfach mehr kann 🙂

Folglich muss das vorhandene Speedphone 50 an der Fritz!Box laufen. Das tat es auch. Anscheinend ist es bei DECT-Geräten so, dass es zwar ein bestimmtes Basis-Profil gibt, aber erweiterte Funktionen wie das Telefonbuch oder Anrufbeantworter aber darin nicht enthalten sind. Ein Problem war bisher wohl die unterschiedliche Unterstützung des CAT-iq-Standards seitens Speedphone und Fritz!Box, was aber schon länger behoben ist. Telefonbuch und verpasste Nachrichten werden angezeigt und die Bedienung hat sich im Vergleich zum vorher als Router eingesetzten Speedport auch nicht verändert.

Einziges Problem scheint oder schien zu sein, dass nach einem Abschalten der Fritz!Box durch Ziehen des Netzteils aus der Dose und anschließendem Neustart das Speedphone die Fritz!Box nicht mehr zu erkennen schien: Es musste neu angemeldet werden.
Da das nur selten auftritt (anscheinend nicht bei von der Fritz!Box selbst initiierten Neustarts) und das Anmelden fix geht, hole ich mir kein anderes Telefon. Ich behalte das im Auge und schreibe ggf. AVM an, falls ich genau weiß, unter welchen Bedingungen das auftritt.


Zuletzt noch ein Hinweis zu einer Stolperfalle in den Einstellungen des Speedports: Dort ist eine „Liste der sicheren E-Mail-Servern“ hinterlegt. Damit sind die SMTP-Server gemeint, zu denen ein lokal installierter Mail-Client seine E-Mails schickt – quasi der Briefkasten vor der Post-Filiale. Es werden also nur Verbindungen zu den dort hinterlegten SMTP-Servern zugelassen.

Wer statt Webmail einen lokalen E-Mail-Client nutzt, nicht gerade einen der großen bekannten E-Mail-Provider benutzt oder gar einen eigenen Server benutzt und diese Einstellungsmöglichkeit im Speedport nicht kennt, wird sicherlich einige Zeit herum experimentiert haben, bevor er darauf gekommen ist, dass es am Router liegen könnte. Daher die standardmäßig aktivierte Funktion abschalten:

Unter „Internet“ > „Liste der sicheren E-Mail-Server“ können Einträge ergänzt werden oder die ganze Funktion deaktiviert werden.

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